20.06.-09.07. 2017 – Rundreise

Paremos La Mina! – Besser Leben ohne Kohle

3-wöchige Rundreise mit Anti-Kohle-Aktivist*innen aus Kolumbien vom 20.6. – 12.7.2017 initiiert von BUKO (Bundeskoordination Internationalismus). Vom MOVE-Utopia Zusammentreffen und 38. BUKO-Kongress in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) zum G20-Gipfel in Hamburg. Widerständige Strukturen gegen Kohleabbau in Kolumbien und Deutschland – Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung von Protestbewegungen, Aktivist*innen und von Kämpfen um Ressourcen Betroffenen und Flüchtenden.

Presseberichte zur Rundreise

Auf dieser Seite:

  • Stationen
  • Hintergrund
  • Die Aktivist*innen
  • Beteiligte
  • Unterstützungsmöglichkeiten

Hier geht es zu den Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit

Stationen:

  • 20.-22.6. Berlin (Ankunft)
  • 23.-25.6. Lärz BUKO/Move Utopia
  • 26./27.6. Berlin
  • 28.6. Hamburg
  • 29.6. Leipzig
  • 30.6./1.7. Lausitz
  • 30.6./1.7. München
  • 2.7. Münster
  • 3.7./4.7. Köln
  • 5.7.-12.7. Hamburg

Die Stationen im Detail:

21.06. – Berlin – 18.30h – Filmveranstaltung „La buena vida (Das gute Leben)“ und Diskussion mit Catalina Caro Galvis und Samuel Arregocés im Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin. Organisiert vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL), KolKo – Menschenrechte für Kolumbien, Kolumbienkampagne Berlin und dem BUKO-Arbeitsschwerpunkt „Gesellschaftliche Naturverhältnisse“. Mit Unterstützung von lingua*trans*fair; Details folgen

23.-25.06 – Lärz – Workshops „Paremos la mina – Kolumbianische Aktivist_innen stellen ihr Kämpfe vor“ und „Transformation global?!“ im Rahmen des BUKO38; Mehr Infos

26.06. – Berlin – 19h – Abendveranstaltung „Besser leben ohne Kohle“ – Wie unser Energiehunger ein gutes Leben in Kolumbien verhindert“ Die Aktivist*innen Jakeline Romero Epiayu, Catalina Caro Galvis und Samuel Arregocés im Gespräch mit Tina Löffelsend (BUND), Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Hauptgebäude, Raum 2094, Unter den Linden 6, 10099 Berlin. Organisiert vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL), AG Bergbau und Menschenrechte in Kolumbien, KolKo – Menschenrechte für Kolumbien, BUND, Kolumbienkampagne Berlin und dem BUKO-Arbeitsschwerpunkt „Gesellschaftliche Naturverhältnisse“. Mit Unterstützung von lingua*trans*fair; Mehr Infos

28.06. – Hamburg – vormittags Pressekonferenz/Barkassenfahrt im Hamburger Hafen

28.06. – Leipzig – 19-21h – Abendveranstaltung „Besser leben ohne Kohle – Wie unser Energiehunger ein gutes Leben in Kolumbien verhindert“ im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Str. 152, 04277 Leizpig. Gefördert vom ASA-FF e.V. – Netzwerk für Globales Lernen; Mehr Infos

30.06. –  München – 19-21.30h – Abendveranstaltung „Zwischen Kultur und Bodenschätzen. Aus dem Leben von indigenen Gemeinden aus Kolumbien und Perú“ Podiumsgespräch mit Jakeline Romero Epiayu und Teresita Lopez Antazú. Organisiert vom Ökumenischen Büro München und Aluna Minga. Ort: Schloßschmidstraße 5, 80639 München. Mehr Infos auf der Webseite vom Ökubüro München und bei Facebook

Flyer_München

01.07. – Cottbus – 12-17h – Radtour und Expert*innen-Input zu Kohleabbau in der Lausitz; Mehr Infos und 19h – Abendveranstaltung zum sozialverträglichem Kohleausstieg und alternativen Erwerbskonzepten in der Region Cerrejón und in der Lausitz; Mehr Infos Organisiert von PowerShift e.V. und der Wandelwoche Berlin-Brandenburg

02.07. – Münster – 16-18h – Veranstaltung mit attac Münster, B.A.S.T.A., Ende Gelände Münster u.a., Gaststätte F 24 (Frauenstrasse 24); Details folgen

03.07. – Köln – 20-22h – Diskussion und Vortrag „Paremos la mina – Kohleabbau in Kolumbien“ im Naturfreunde Haus Kalk, Kapellenstraße 9a, 51103 Köln. Organisiert vom Informationsbüro Nicaragua und ausgeCO2lt Köln; Mehr Infos

05.07. – Hamburg – 13-15h – BUKO Workshop „Paremos la Mina – Besser leben ohne Kohle!“ beim Gipfel der Globalen Solidarität. Kolumbianische Aktivist*innen aus den afrokolumbianischen Gemeinden und den indigenen Wayúu Communities sowie von CENSAT Agua Viva berichten über ihren Widerstand gegen den Kohle-Tagebau Cerrejón und die Kampagne „Paremos la Mina!“ (dt: „Stoppen wir die Mine!“). Vortrag und Diskussion Moderation: Prof. Ulrich Brand, Ort: Zinnschmelze Maurienstraße 19, 22305 Hamburg. Organisiert von BUKO und pbi; Mehr Infos

06.07. – Hamburg – 10-16 Uhr BUKO-Workshoptag „Ressourcenkonflikte“ im Klimabarrio des Antikapitalistischen Camp Nach Verhinderung des Protestcamps finden die Workshops jetzt in den Räumen der FUX-Genossenschaft in Altona statt! (Zeiseweg 9, erreichbar über Zufahrt Bodenstedtstr. 16, 22765 Hamburg)

  • Workshop 1 – 10-12 Uhr: Uranabbau als Fluchtursache, das Beispiel Niger. Film und Diskussion mit einem betroffenen Geflüchteten aus Niger (BUKO und Anti-Atom-Büro)
  • Workshop 2 – 12-14 Uhr: Mexikanische Aktiv_istInnen aus Athenco und Oxaca berichten von ihren Kämpfen gegen Großbauprojekte. (BUKO und Café Libertad)
  • Workshop 3 – 14-16 Uhr: Paremos la Mina – Besser leben ohne Kohle

Mehr Infos zu den Workshops hier.

07.07. – Hamburg – 18-22 Uhr BUKO-Workshops zu Ressourcenkonflikten und G20 im Klimabarrio des Antikapitalistischen Camp Nach Verhinderung des Protestcamps finden die Workshops jetzt in den Räumen der FUX-Genossenschaft in Altona statt! (Zeiseweg 9, erreichbar über Zufahrt Bodenstedtstr. 16, 22765 Hamburg)

  • Workshop 1 – 18-20 Uhr: Bergbau in Kolumbien (BUKO und CENSAT)
  • Workshop 2 – 20-22 Uhr: Anarchistische Landarbeiter_innen im Kampf gegen die globale Zementindustrie (BUKO, Südostasien-Infostelle und Watch Indonesia!)

Mehr Infos zu den Workshops hier.

08.07. – Hamburg – ab 11 Uhr Großdemonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20!“; Teilnahme am Klima-Block – Redebeitrag „Paremos la mina-Besser leben ohne Kohle!“ bei der Abschluss-Kundgebung, Ort: Auftakt um 11 Uhr am Deichtorplatz, Demobeginn 13 Uhr. Mehr Infos

09.07. – Hamburg – 11-18 Uhr Kolumbianisch-europäisches Vernetzungstreffen. Die Teilnahme ist nach Anmeldung möglich. Mehr Infos

Zum Hintergrund der Rundreise:

Die Kohlemine Cerrejón im Nordosten von Kolumbien ist der größte Steinkohletagebau Kolumbiens und Lateinamerikas und steht exemplarisch für die unzähligen sozio-ökologischen Konflikte, die das auf Bergbau und Ressourcenabbau basierte extraktivistische Wirtschaftsmodell Kolumbiens mit sich bringt.

Die Folgen für die traditionellen Bewohner*innen der Region (Indigene und Afrokolumbianer*innen) und die Umwelt sind verheerend: Ganze Dorfgemeinschaften werden vertrieben und umgesiedelt und ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Großräumig werden Landstriche verwüstet, Biodiversität vernichtet, die Versteppung vorangetrieben. Wasserläufe versiegen aufgrund des riesigen Wasserbedarfs für die Mine. Arbeitsplätze werden überwiegend für Facharbeiter*innen geschaffen, nicht jedoch für die lokale Bevölkerung. Kleinbäuerliche Landwirtschaft ist durch Wassermangel und versteppte Böden nicht mehr möglich, die Bevölkerung kann ihrer traditionellen Arbeit nicht mehr nachgehen. Durch den Feinstaub und aus der Erde gelöste Schwermetalle treten gehäuft  schwere Lungen- und Atemwegserkrankungen auf.

Hintergrundmaterial zur Situation des Kohletagebaus in der Guajira und des Widerstands der Gemeinschaften:  Die Guajira spricht zum Land

Die lokalen Gemeinschaften kämpfen seit Jahren für einen Verbleib auf ihrem angestammten Land, den Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und Infrastruktur und gegen eine Vertreibung und erzwungene Umsiedlung. Derzeit geht es akut um den Kampf gegen die weitere Ausweitung der Miene und die Umleitung des Flusses Arroyo Bruno, aber auch für würdevolle Lebensbedingungen in den bereits umgesiedelten Gemeinden.

 Deutschland und seine 4 großen Energiefirmen sind Importeure der Kohle aus Kolumbien und damit direkt für die Menschenrechtsverletzungen gegenüber der lokalen Bevölkerung mitverantwortlich. Im Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg wird von Vattenfall kolumbianische Kohle verstromt. Im Zuge der Energiewende wird in Deutschland verstärkt der Atomausstieg forciert und auf Kohleverstromung gesetzt. Gegenwärtig werden 20% des Stroms in Deutschland aus Steinkohle gewonnen.

Die Aktivist*innen aus Kolumbien

Jakeline Romero Epiayu von der Frauen-Organisation der Wayúu-Indigenen der Region Guajira (Fuerza de mujeres Wayúu Guajira) Mehr Infos

Mehr Infos auf Spanisch: http://jieyuuwayuu.blogspot.com.co/
http://censat.org/es26/noticias/fuerza-de-mujeres-wayuu-dice-no-al-desvio-del-arroyo-bruno                                                                                                                http://censat.org/es27/videos/fuerza-de-mujeres-wayuu-guajira (Video)

Catalina Caro Galvis von der Umwelt-NGO Censat Agua Viva aus Bogotá, Expertin für Bergbau Mehr Infos

Mehr zu CENSAT: http://censat.org/es/sobre-nosotros

Samuel Arregocés von der Organisation der vom Kohlebergbau vertriebenen und betroffenen Afrokolumbianer*innen in der Region Guajira. Mehr Infos

Mehr Infos auf Spanisch, teilweise mit englischer Übersetzung: https://www.change.org/p/paremos-la-desviaci%C3%B3n-del-arroyo-bruno-en-la-guajira-help-us-stop-the-diversion-of-river-bruno-to-a-coal-mine-in-guajira-colombia

Beteiligte Organisationen und Unterstützer*innen

Unterstützen

Ihr könnt die Rundreise unterstützen mit

  • Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung der Informationen in unseren Netzwerken
  • einer Spende mit der u.a. die Reisekosten, Gäste-Honorare und weitere Kampagnenarbeit finanziert werden:

Verein zur Förderung entwicklungspädagogischer Zusammenarbeit
Evangelische Bank

Gläubigeridentifaktionsnummer für SEPA-Lastschriften: DE25ZZZ00000022314

IBAN DE 82 5206 0410 0006 422 160
BIC bzw. SWIFT GENODEF1 EK1

Spenden sind steuerlich absetzbar. Bis 100 EUR gilt der Einzahlungsbeleg als Quittung gegenüber dem Finanzamt. Der Rechtsträger der BUKO ist der Verein zur Förderung entwicklungspädagogischer Zusammenarbeit e.V., der auch dessen Finanzgeschäfte abwickelt.

 

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